Ein Mann mit Tablet geht zwischen Lagerregalen voller Kartons hindurch

ERP

Was ist ERP? Was es für kleine Unternehmen leistet und was nicht

ERP ist eine Software, die Einkauf, Bestand, Rechnungen und Lohnabrechnung eines Unternehmens in einer Datenbank zusammenführt. Was es in einem kleinen Unternehmen ändert und wo es endet.

ERP ist Software zur Ressourcenplanung, die Einkaufs-, Lager-, Verkaufs-, Buchhaltungs- und Personaldaten eines Unternehmens in einer Datenbank zusammenführt. Der Name ist die Abkürzung des englischen Enterprise Resource Planning, also Unternehmensressourcenplanung.

01.

Was bedeutet ERP, und was führt es in einem Unternehmen zusammen?

Kurze Antwort

ERP führt alle Datensätze, die Geld, Ware und Menschen betreffen, in derselben Datenbank; was eine Abteilung erfasst, steht der nächsten schon auf dem Bildschirm bereit.

Welche Bereiche ein ERP zusammenführt
BereichGeführter Eintrag
Finanzen und BuchhaltungRechnungen, Personenkonten, Zahlungs- und Einzugspläne
EinkaufAnforderungen, Freigaben, Lieferantenbestellungen
Lager und BestandWareneingang, Warenausgang, Inventur, Umlagerung zwischen Standorten
Vertrieb und BestellungenSendungen, Retouren, Bestellstatus
PersonalwesenAnwesenheit, Urlaub und die Daten für die Lohnabrechnung
Projekte und ProduktionArbeitsaufträge, Materialverbrauch, Kosten

Beispielszenario: Stellen Sie sich eine Firma in İzmit vor, die Maschinenteile verkauft. Ein Auftrag geht ein, das Lager reserviert die Ware, der Einkauf bestellt das fehlende Teil beim Lieferanten, die Buchhaltung stellt die Rechnung. Ohne ERP läuft jeder Schritt in einer eigenen Datei, und derselbe Auftrag wird in jeder Abteilung neu geschrieben. Im ERP wird die Bestellung einmal erfasst. Lager, Einkauf und Buchhaltung sehen jeweils eine andere Seite desselben Datensatzes. ERP schafft keine neue Arbeit; es macht den Datensatz der vorhandenen Arbeit einheitlich.

02.

Was leistet ein ERP für ein kleines Unternehmen?

Kurze Antwort

In einem kleinen Unternehmen ist die eigentliche Aufgabe des ERP, die doppelte Erfassung derselben Information und das manuelle Zusammenführen am Monatsende zu beenden.

Ein großes Unternehmen kauft ein ERP, um Abteilungen zu koordinieren. In einem kleinen Unternehmen sitzen die Leute ohnehin im selben Raum; der Nutzen zeigt sich am Monatsende. Die Buchhaltung führt keine Dateien mehr von Hand zusammen, und die Führungskraft liest auf demselben Bildschirm, was diesen Monat verkauft wurde und wer noch was schuldet.

Nehmen wir einen Klimaanlagen-Installateur in Ankara. Das Montageteam holt Material aus dem Lager, und im ERP wird diese Entnahme mit einem Arbeitsauftrag verknüpft. Ist die Arbeit erledigt, wird die Rechnung aus demselben Arbeitsauftrag erstellt. Die Führungskraft sagt nicht aus dem Bauch, welcher Auftrag Gewinn gebracht hat, sondern liest es im Datensatz ab.

Der zweite Beitrag des ERP ist die Berechtigung. Wer darf Rechnungen stellen, wer gibt Einkäufe frei, wer sieht Gehälter: Auf Papier sind das Gewohnheiten, im ERP sind es Regeln. In einem kleinen Unternehmen steckt die Regel meist im Kopf des Inhabers, und die Arbeit steht still, wenn er im Urlaub ist. Steht die Regel in der Software, ist klar, wer freigibt, und die Arbeit wartet nicht auf einem einzigen Schreibtisch.

In der Türkei wird bei einem ERP zudem gefragt, wie es mit Anwendungen der türkischen Steuerverwaltung wie E-Rechnung und E-Archiv arbeitet. Das ist eine der ersten Fragen in jedem Auswahlgespräch und muss für jedes Produkt eigens geprüft werden.

03.

Was leistet ERP nicht?

Kurze Antwort

ERP repariert einen Prozess nicht von selbst, verwaltet keine Kundenbeziehung und entscheidet nicht, wer was nachverfolgt.

ERP beschleunigt einen fehlerhaften Prozess, repariert ihn aber nicht. Ein Einkauf ohne Freigabe auf Papier bleibt auch im ERP ohne Freigabe, nur schneller. Die Regel wird zuerst aufgeschrieben und dann in die Software übernommen. ERP hält das Kundengespräch nicht fest. Was vor dem Angebot passiert, die Preisfrage auf WhatsApp, der verpasste Anruf und der Vertrag vor der Verlängerung gehören nicht zum ERP, sondern zum CRM. Wo sich beide trennen und wo sie sich treffen, beschreiben wir ausführlich im Beitrag zum Unterschied zwischen CRM und ERP.

  • Den Ablauf festlegen: wer freigibt und in welchem Fall.
  • Daten bereinigen: Zwei Karten für denselben Kunden bleiben nach der Übernahme ins ERP zwei Karten.
  • Erinnern: Eine überfällige Rechnung erscheint auf einer Liste, ruft aber niemanden an.
  • Den Vorverkauf verfolgen: Verkaufschancen, Angebote und Gesprächsnotizen.
04.

Warum werden ERP und CRM getrennt betrachtet?

Kurze Antwort

ERP wurde für das Backoffice geschrieben, CRM für das Frontoffice; kauft man beide bei zwei Anbietern, braucht es eine Übertragungsbrücke dazwischen, und der Kunde wird zweimal erfasst.

Der Vertrieb arbeitet in einem Programm, die Buchhaltung in einem anderen. Ein Vertrag wird unterschrieben, und die Buchhaltung erfährt es Tage später. Der Kundenname steht an einer Stelle abgekürzt, an der anderen ausgeschrieben, und die Führungskraft weiß nicht, welcher Angabe sie trauen soll.

Die Brücke dazwischen ist meist ein Übertragungsskript oder eine nächtliche Synchronisierung. Eine Änderung vom Tag kommt am nächsten Morgen auf der anderen Seite an. Ein Kunde ändert morgens seine Adresse, und nachmittags geht die Rechnung an die alte Adresse. Niemand hat einen Fehler gemacht; die beiden Systeme haben nur nicht denselben Moment gesehen.

Corex360 hebt diese Trennung im Kern auf. Auf der Kundenkarte stehen die Reiter Angebote, Verträge, Projekte und Finanzen nebeneinander; in der Integrationsliste des Moduls Buchhaltung stehen DIA, E-Rechnung/E-Archiv (GİB-Portal), Logo, Mikro, Netsis und Paraşüt (Buchhaltungsprogramme aus der Türkei). Wo ein separates Lagerprogramm von diesem Datensatz abreißt, beschreiben wir im Beitrag Lagersoftware und ERP im Vergleich.

05.

Welche Fragen stellt man vor dem Umstieg auf ERP?

Kurze Antwort

Schauen Sie vor der Auswahl nicht auf die Software, sondern darauf, welche Information heute an mehr als einer Stelle geschrieben wird und wer die Freigabe hat.

  • Welche Informationen werden an mehr als einer Stelle geschrieben: Kundenname, Bestellung, Rechnung?
  • Wer gibt frei: Einkäufe, Urlaub, Rabatte?
  • Wo sollen die Daten liegen: in der Cloud des Anbieters oder auf Ihrem eigenen Server?
  • Hängt der Vertrieb am selben Datensatz, oder spricht er mit einem separaten CRM?
  • Wie funktionieren E-Rechnung und E-Archiv?
  • Kann das Team per Telefon freigeben?

Eine Textilwerkstatt in Bursa sucht ein ERP, weil ihre Inventur nicht aufgeht. Gezählt wurde richtig; der Verschnitt in der Zuschneiderei wurde nur nie erfasst. Ein ERP sieht diese Lücke nur, wenn jemand den Verschnitt einträgt. Die richtige Frage kommt vor der richtigen Software.

Noch eine Frage: Wer wird das ERP nutzen? Die Buchhaltung öffnet es jeden Tag, aber können Außendienst, Verkäufer und Lagerpersonal es nicht nutzen, beginnt der Eintrag weiter auf Papier und kommt abends in den Computer. So umfangreich die Software auch ist: Wird der Eintrag nicht dort gemacht, wo die Arbeit geschieht, wird das ERP zu einem verspäteten Archiv.

Die meisten dieser Fragen betreffen zuerst die Gewohnheit und dann die Software. Warum die Digitalisierung stockt und wo kleine Unternehmen mit der Digitalisierung beginnen sollten, behandeln wir in einem eigenen Beitrag.

06.

Wie blickt Corex360 auf ERP?

Kurze Antwort

Corex360 baut ERP und CRM nicht als getrennte Produkte, sondern als Arme desselben Kerns; die Business-Intelligence-Schicht arbeitet auf diesem einen Datensatz.

Vertrieb, Außendienst, Projekt, Buchhaltung und Personal sind Module desselben Kerns. Das Zeiterfassungsgerät wird an den Kern angebunden, und Kommen und Gehen landen auf der Personalkarte; Urlaubs- und Vorschussanträge laufen über einen Freigabeablauf. Der unterschriebene Vertrag steht auf der Kundenkarte, das Dokument ist in Corex Drive an den Datensatz gebunden; die Rechnung wird im Modul Buchhaltung desselben Kerns gestellt.

Auch der Bildschirm, den die Führungskraft am Morgen sieht, kommt aus diesem einen Datensatz. Welche Lieferantenrechnung auf Freigabe wartet, welcher Vertrag bald ausläuft, welche Lieferantenzahlung diese Woche fällig ist, wessen Urlaub auf Freigabe wartet: Das wird nicht aus getrennten Berichten zusammengetragen, sondern ist der heutige Stand desselben Datensatzes.

X AI liest diese Datensätze und ordnet offene Freigaben und Risiken nach den Regeln, die die Führungskraft festlegt. Die Entscheidung bleibt beim Anwender. Die Daten liegen in der Corex360 Cloud oder auf Ihrem eigenen Server.

07.

Worüber wir in der Demo sprechen

Kurze Antwort

Wie die Reiter Angebote, Verträge und Finanzen auf derselben Kundenkarte stehen, zeigen wir mit Ihren eigenen Datensätzen.

Auf der Kundenkarte von Corex360 liegen die Reiter Angebote, Verträge, Projekte und Finanzen nebeneinander; die Rechnung wird im Modul Buchhaltung desselben Kerns gestellt, der unterschriebene Vertrag ist in Corex Drive an den Datensatz gebunden. Deshalb wird eine Information nur einmal eingegeben: Der Vertrieb sieht das Angebot auf der Karte, die Buchhaltung schaut in den Reiter Finanzen derselben Karte, und die Führungskraft liest ausstehende Freigaben in der Liste, die X AI nach seinen Regeln sortiert.

Ressourcen

  1. Eurostat, E-business integration (Definitionen von ERP- und CRM-Software) Zuletzt geprüft
  2. Türkische Steuerverwaltung, über e-Fatura (türkische E-Rechnung) Zuletzt geprüft
  3. Türkische Steuerverwaltung (GİB), zur e-Arşiv-Rechnung (elektronische Archivrechnung) Zuletzt geprüft

Wie ist diese Seite entstanden?

  1. Verfasst von: Şevket Erer, Mitgründer, KI-Spezialist
  2. Quellen: Angaben zu Behörden, Standards und Herstellern stammen aus den Primärquellen in der Liste Quellen auf dieser Seite; bei jeder Quelle steht das Datum der letzten Prüfung.
  3. Produktinformationen: Aussagen über Corex360 beruhen auf den Produktfaktenblättern des Unternehmens; nicht bestätigte Funktionen werden nicht beschrieben.
  4. Einsatz von KI: Den Text schreibt das Corex360-Team; KI-Werkzeuge werden für Entwürfe und Übersetzungen genutzt. Redaktionelle Grundsätze
  5. Daten: erste Veröffentlichung , zuletzt aktualisiert . Grundsatz für Korrekturen

Häufige Fragen

01Was bedeutet ERP?

ERP steht für Enterprise Resource Planning, auf Deutsch Unternehmensressourcenplanung. Gemeint ist Software, die Einkauf, Bestand, Vertrieb, Buchhaltung und Personaldaten eines Unternehmens in einer Datenbank führt.

02Braucht ein kleines Unternehmen ERP?

Ja, wenn dieselben Informationen in mehr als einem Programm neu eingetippt und die Daten am Monatsende von Hand zusammengeführt werden. Für einen einfachen Handel, den eine Person führt, reichen ein Buchhaltungsprogramm und ein Lagerprogramm oft aus.

03Wie aufwendig ist eine ERP-Einführung?

Der meiste Aufwand steckt nicht in der Software, sondern im Bereinigen der Daten und im Aufschreiben der Prozesse. Sind Kunden- und Produktkarten sauber und die Freigaberegeln klar, geht die Einrichtung schneller.

04Cloud-ERP oder ERP auf dem eigenen Server?

Die Cloud überlässt Einrichtung und Wartung dem Anbieter; der eigene Server hält die Daten im Haus, überträgt Ihnen aber die Wartung. Corex360 arbeitet mit beiden Optionen: Corex360 Cloud oder Ihr eigener Server.

05Ist ERP dasselbe wie Buchhaltungssoftware?

Nein. Buchhaltungssoftware führt Bücher, Rechnungen und Kontokorrent. ERP ergänzt Einkauf, Bestand, Bestellungen, Personal- und Projektdaten und führt alles in derselben Datenbank zusammen.

06Ist Corex360 ein ERP?

Corex360 ist eine Unternehmensplattform mit Business-Intelligence-Kern, die CRM- und ERP-Funktionen in einem Kern vereint. Kunde, Vertrag, Rechnung, Personal und Dateien entstehen im selben Datensatz, und X AI liest diese Daten und ordnet sie nach den Regeln der Führungskraft.

✳
Finden wir gemeinsam heraus, welche Angaben doppelt erfasst werden

Das Buchhaltungsmodul stellt Verkaufs- und Einkaufsrechnungen im selben Kern aus wie die Kundenkarte; verfolgen wir gemeinsam einen Ihrer Aufträge vom Angebot bis zur Rechnung.

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